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„Hochzeitsansprache“ für Tanja & Frank « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »

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„Hochzeitsansprache“ für Tanja & Frank Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springenZum Ende der Seite springen

Anläßlich der Verehelichung von Tanja & Frank
(Ktn. Mundart mit dt. Akzent = für Niedersachsen + Nordrhein-Westfahlen verständlich)


Liebe Tanja!
Lieber Frank!

Zunächst ganz herzlichen Dank, daß ich mit Euch feiern darf.
Auch ich hab mir so einige Gedanken zu diesem ganz besonderen Tag heute, Euren Ehrentag, gemacht.
Gedanken in 3 Teilen ...
Euren zarten Einstieg ins volle Leben - noch getrennt von einander in Euren Familien und von Euch,
Euren gemeinsamen Start als Paar
und zu guter letzt hätt’ ich da noch 1 - 2 Wünsche an Euch, Eure Zukunft und an DEN da oben ...




~*~

Ein junger Storch im Mai einst sich Gedanken machte:
"Wem leg’ ich hin mein 1. Kindchen sachte?"

Das Engelchen, das gefiel ihm sehr,
obwohl im Schnabel wurd' es langsam schwer.

Er kreiste in der Gegend rund um Minden -
gar nicht so einfach die richtigen Eltern dafür zu finden.

In Dankersen, da wurd' er fündig.
"Ich schenk's den Schmidkos - kurz und bündig!"

Doch Doris, die Mama, nicht zu Hause ist..
auch nicht Jürgen, der Papa - SO EIN MIST!

Suchend nach den beiden flog er nach Minden zurück
und fand Doris im Krankenhaus - Welch ein Glück!

"Oh, wie praktisch, ich lass’ sie gleich dann da.
Bevor ich's vergess’, die kleine Süße heißt TANJA!"

Und los ging'! - Kaum war das Mäd‘l auf der Welt,
hat sie schon alles auf den Kopf gestellt.

Versetzt nicht nur die Mama in Aufregung sehr,
Nein, nein - gleich die ganze Bundeswehr!

Die Leitungen, die liefen heiß:
"Schickt bloß eiligst den Sani Schmidti auf die Reis'!"

Endlich, vom Süden nach Norden per Hubschrauber und Flieger
düst an Papa Jürgen, wie ein strahlender Sieger.

Wird erwartet gleich von 2 hübschen Frau'n ...
Er konnte seinen Augen kaum trau'n.

Als Sonnenscheinchen und kleiner Wirbelwind
bringt sie Leben in die Steinkreuzstraße 11 geschwind.

Mit Jessica waren sie dann komplett
und aus dem Trio ward ein fröhliches Quartett.

Der beiden Mädls größtes Glück der Erde
waren, wie bei fast allen Mädchen, die Pferde.

Ob haufenweise kleine Ponys deren Zimmerchen zierten
oder unsichtbare Pferde sich in die Träume verirrten -

Das Reiten jedoch auf echtem Pferderücken
wie in Hitzacker war für Tanja das höchste Entzücken.

Doch manchmal war sie auch ganz schön keck,
dann machte sie so – und futterte einfach Jessis Süßigkeiten weg!

Unser Prinzeßchen wollte auch sein immer schick -
hat wohl heute noch einen kleinen Seidentick.

Nur einmal, da glaubten Mama und Papa auf der Stell
trifft sie der Schlag und das ganz schnell.

Doris kam vom Friseur nach Haus
und sah einfach wunderprächtig aus.

Und unsrer Maus, was fiel der ein????
Sie wollte auch so hübsch wie ihre Mama sein.

Von wegen: „Messer, Gabel, Schere, Licht
sind für kleine Kinder nicht!“

Kurz einmal mit der Schere schnippelschnapp
und schon waren ihre schönen langen Haare ab.

Bloß war sie die einzige, die sich jetzt fand schön ...
In den Augen der Erwachsnen konnte man blankes Entsetzen seh'n.

Nach den ersten Schrecksekunden
haben alle rasch gefunden

Tanja muß eiligst zum Friseur
um wenigstens einigermaßen zu mildern dieses Malheur.

Für den war’s echt eine groooße Aufgabe.
Er dachte: "Gut, daß ich so etwas nicht alle Tage habe!"

Ihr seht, langweilig war's bei den Schmidkos nie -
Da gab's außerdem noch Hund, Hase, Hamster, Katz’ und Federvieh ...

À-pro-pos Hase! - Da gab's mal einen mit erheblichem Dachschaden
der, wie soll ich's sagen, kopulierte gerne mit Jürgens Waden ...

Wie das?? Das ist ganz einfach zu versteh'n -
Ihr müßtet nur alle mal Jürgens Wadln seh'n!

Solche Geschichten, Pannen und ähnlich lustige Sachen
bringen die 4 noch heute oft herzlich zum Lachen!


~*~


Aber auch über Frank gibt's mitnichten
so einiges zu berichten.

An einem sonnigen Juni-Tag hielt es Meister Adebar für angebracht,
daß er einem jungen Paar in Berenbostel eine Riesenfreude macht.

Er schnappt sich einen entzückenden Knaben -
SOOO einen herzigen wollen viele Eltern haben!

Doch die auserkorene Familie Hudalla heißt
zu der der Storch mit dem Knäblein anreist.

Nur ein Monat später, nach dieser Sucherei da in Minden
wußte nun „Jung-Storchi“: Werdende Muttis sind meistens im Krankenhaus zu finden.

So kam's, daß in Neustadt am Rübenberge ein Bub sanft in ein Kissen sank.
Ihr habt es erraten, der Bub, das war Frank.

Von Mama Ulrike und Papa Felix sehnsüchtigst erwartet,
so ist er freudig krähend in sein Leben gestartet.

Er verzauberte gleich alle Menschen mit seinem Lächeln bloß -
Na, das kann ja heiter werden, ist der erst einmal groß!

Von einem Siebenschläfer nichts in ihm steckt.
Im Gegenteil, das Kerlchen ist ganz schön aufgeweckt!

Es zeigt sich, Frank hat viel Energie und ist sehr schlau.
Fragt seinen kleinen Bruder Ralf, der weiß das genau.

Gar früh zeichnete sich sein jetziger Beruf ab.
Er übte für den Bund: Wie halt ich mein Brüderchen auf Trab!?!

Deshalb wird er von Mama Ulrike manchmal fälschlich als kleiner "Angsthase" verkannt.
Tz! Was wissen schon Muttis! - Ralf war doch nur sein Adjutant!

Als Ehren-Eskorte durfte der Kleine den Großen begleiten
und so dessen Entree würdig vorbereiten ...

Das war ja auch nötig nach dieser Sache da im Kindergarten …
Frank wollte eben nicht wieder vor einer verschlossenen Türe warten!

Von noch einer solch verkannten Geschichte
ich Euch hier gerne berichtigend berichte.

Bislang erzählt man sich, Frank hätte gern Guppys aus dem Aquarium gemopst.
So ein Quatsch! Die sind völlig freiwillig in seine Händchen gehopst.

Diese süßen, lieben, netten, kleinen Fischchen
wollten nur nah bei ihm sein - am liebsten im Nachttischchen.

Nun, das hat sich schon sehr geändert, hab ich das Gefühl -
mittlerweile findet er's herrlicher mit Tanja zu kuscheln im Polstergewühl.

Allein schon ihr traumhaft-zauberhafter Duft
nächtens keine Sehnsucht mehr nach den Guppys hervorruft.

~*~

Solche und andere Erinnerungen mehr haben hier gar viele
drum lass’ ich's sein, nähere ich mich langsam meinem 2. Ziele.

~*~

Winter und Frühling - 03/04 - waren an Ereignissen reich.
Was alles war? Ich erzähl's Euch gleich.

Zuerst kam in der Vorweihnachtszeit
Justin als (B)-Engelchen angeschneit.

Und dann, in einer Disco im April
auf Tanja Franks heißer Blick fiel.

Amor, der Schlingel, verbandelt halt gern -
und über 2 liebe Menschen wachte ein guter Stern.

Auch wenn das Kerlchen frech grinst,
So ganz war es ja nicht sein Verdienst.

Denn alte Fotos es ans Tageslicht brachten,
die beiden schon lange vorher in Husum, beim Zelten, die Bekanntschaft machten.

Es war also Liebe auf den 2. Blick!
Egal, seither steht ihr Herz in Flammen, in den Augen strahlt Glück.

Bald stand es für die beiden fest:
Ein kleines Glück im eignen Nest!

Keiner der beiden mußte bangen.
Jeder wurden gleich in der andren Familie freudig empfangen.

Obwohl - Wenn gleich er es nie im Leben
tät, wie alle Väter von Töchtern, freiwillig zugeben -

gell, Jürgen, es ist wohl richtig
anfangs warst du auf Frank, den du ja wirklich sehr magst, ein wenig eifersüchtig.

Gedenkst gar oft des Tags, als Tanja und DU kamt "angeflogen" -
Tja, nun ist sie flügge und mit Justin zu Frank gezogen.

Doch der hat sie Dir ja nicht weggenommen -
Ganz im Gegenteil, DU hast einen SOHN bekommen!

Einen ganz netten - wie für Dich bestellt,
einen der weiß, wo was wie ist, wenn z. B. beim PC mal wieder was fehlt ...

Tanja, daheim, von Mama, Papa, Jessi, Hund und Katz’
wirst DU vermißt – viel zu oft bleibt nun leer Dein Platz.

Nur ein Gedanke beruhigt - Gott sei Dank -
Du und Justin, Ihr werdet geliebt von Frank.


~*~

Am Sportplatz Nr. 2, in Lüdersfeld
das glückliche Paar fürs Erste seinen Einzug hält.

Viel Nützliches wird als Geschenke gern geseh'n -
nur, bitte, keine Steinchen mit Kakteen.

Da sollte man lassen die Vorsicht walten,
denn wie leicht könnte man die Steinchen für Bonbons halten ...

Aber eventuell fände es Frank sehr nett,
bekäm’ er statt dessen neue Noten für sein Kornett?


~*~

Unser Pärchen hat sich geprüft und hat gefunden,
nach 2 Jahren möchten sein ihre Herzen für immer verbunden.

Ganz, wie's in der Einladung steht schrieben:
Mögen sich die beiden für ewig so lieben!

Dieser Tag heut’ ist ihrer Liebe Krönung - wunderschön!
Sie haben's besiegelt: Sie wollen gemeinsam durchs Leben geh'n!

Doch zuvor ihr beiden uns hier 2 Dinge noch versprechen müßt!
1. - daß um den 22. September wer zu Hause ist,

wenn der Storch wieder seine Flügel schwingt
und nun EUCH ein süßes Baby bringt.

Oder laßt wenigstens eine Nachricht, wo ihr seid, liegen,
damit der Storch nicht wieder muß suchend in der Gegend herumfliegen.

Sonst kriegt Meister Adebar noch die Krise
erlebt er in allem eine Reprise.

Denn wie einst, so ist's auch jetzt
der Papa ist bei der Bundeswehr eingesetzt!

Ob bei der Marine auch alles steht "Habt Acht",
wenn Tanja (wie einst Doris) in der Klinik Visite macht?

Noch eines ich gerne wüßt’ :
Mit welchem Schiff kommt dann Frank ans Festland angedüst??

Doch hoff’ ich, bei den 3 Waffengattungsarten
wird wohl eine „Gewehr bei Fuß“ auf den Ab-Marschbefehl warten!

Das 2. Versprechen - und bitte, haltet das ja ein!
Wir wollen ALLE zur Silbernen Hochzeit geladen sein.

Auch zur Goldenen wollen wir erscheinen dürfen,
selbst wenn einige von uns dann den Sekt aus der Schnabeltasse schlürfen.

Wir wünschen Euch viel Liebe, viel Vertrauen und Kraft
und daß Ihr es locker bis zur Kronjuwelen schafft.

Die Kronjuwelen, die wäre dann genau heute in 75 Jahren!
Mögt Ihr dann sagen, daß es Eure schönsten 75 Jahre waren.

Bewahrt Euch, was immer kommt, diese Blicke voll Liebe und Glück,
weil dieses Leuchten, diese Wärme strahlt in Eure Herzen, Eure Seele zurück.

Und ob altmodisch oder nicht - auf all Euren Wegen
soll Euch beschieden sein Gottes Segen!


~*~




Macht's gut ihr 2!

Ihr braucht es auch nicht so zu halten wie das besagte Pärchen, von dem ich Euch erzählte.
Mögen Eure Stürme stets Stürme der Liebe und Leidenschaft sein -
OHNE daß einer feststellen muß, der „der Wind hat sich gedreht...!“** -
Ihr wißt schon was ich meine …!
Ich hab Euch sehr lieb!





22.4.2006






**
Ein Brautpaar, kurz vor dem Eintritt in die Kirche.
Da scheuert der Bräutigam seiner Braut eine tüchtige Ohrfeige.
Sie: "He, was soll denn das?"
Er: "na, damit Du weißt, woher ab heute der Wind weht."

Nach dem kirchlichen Segen verlassen beide das Gotteshaus.
Jetzt klebt sie ihm eine ordentlich Watschn.
Total verwundert und mit großen Augen schaut er seine eben angetraute Frau an: "Aber Liebling, Was hast Du denn?"
Sie: "Ach, ich wollt' Dir nur sagen - der Wind hat sich gedreht ...!"


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