Katze-Ediths Homepage » Kärnten » Meine Kärtner Heimat » Kärntner Sagen » Von der Zauberin Barba in Windisch-Bleiberg = KL » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
Letzter Beitrag | Erster ungelesener Beitrag Druckvorschau | An Freund senden | Thema zu Favoriten hinzufügen

Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Von der Zauberin Barba in Windisch-Bleiberg = KL « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »

katze_edith katze_edith ist weiblich
Administrator


Dabei seit: 20.02.2015
Beiträge: 496

Von der Zauberin Barba in Windisch-Bleiberg = KL Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springenZum Ende der Seite springen



Ein ganzer Kranz von Innren umgibt die Gestalt der Zauberin Barba, die vor vielen Jahren weitum bekannt und gefürchtet war.

Noch jetzt herrscht der Glaube, daß eine in einen Holzblock gehauene Hacke sich beim Stiele melken läßt. Tut man das, so muß man vorher den Namen der Kuh nennen, der dadurch die Milch entzogen werden soll. Die Barba verstand nun dies Geschäft vorzüglich. So kam einmal ein Bauer zu ihr, der seinen Nachbar haßte und sie bat, ihm Rache zu verschaffen. Die Alte riet ihm, den Namen der Kuh seines Nachbars zu nennen und an einem Stiele zu melken. Während er molk, rief Barba immerzu: Melke, melke!“ Endlich rann statt der Milch Blut aus dem Stiele, die Kuh des Nachbars machte noch ein paar „Zucker“ und fiel tot hin.

Eine Tochter des Großbauers erblindete. Der Pint-Adam wußte keinen anderen Rat als die Blinde zur Barba zu führen. Als sie hinkamen, wurden sie von dieser bereits erwartet. Sie kannte das ganze Unglück des Großbauers und sagte, am Kirchtag habe ein Mann das Mädchen falsch angeblickt und es ihr angetan, wovon sie das „Vermante“ bekommen hatte. Sie erbot sich, Adam einen Spiegel zu zeigen, in welchem er den Missetäter sehen könnte, doch er lehnte es ab mit dem Bemerken, daß sich das Mädchen darüber noch mehr grämen würde. Dann legte Barba der Kranken einen Lederring um den bloßen Leib und gab dem Bauer drei Nähte. Wenn sie über eine Brücke kämen, darüber man Tote führte, sollten sie jedesmal eine Naht „hinterrücks“ in den Bach werfen. Das taten sie getreulich und die Bauerntochter ward wieder sehend. Als der Gürtel endlich in Verlust geriet, durfte er nicht mehr gesucht werden, so hatte Barba befohlen.

Unfrieden stiften war ihr liebstes Geschäft. Beim Štin, einem Bauernhaus in Mitterwinkel, gaben die Kühe plötzlich wenig Milch. Die Zauberin riet der jungen Bäuerin, in der Nacht Lärchenholz auf dem Herde brennen zu lassen, dann werde der Täter erscheinen. Die alte Bäuerin, welche wenig schlafen konnte, vernahm bei Nacht das Knistern in der Küche und stand auf, um nachzusehen, was es dort gebe. Nun war der Verdruß da. Doch wurde die ganze Geschichte von einem „Brentler“, dem Skutouz-Jose, der alles angehört hatte, aufgedeckt.

In Hollenburg fand die Verruchte endlich ein unseliges Ende, sie wurde erschlagen. Der Scherge schlug ihr noch einen Nagel in den Kopf, dann wurde sie im Walde unweit der Burg begraben. Lange Zeit noch liefen Böcke nächtlicherweile um das Grab.



22.11.2016 16:23 katze_edith ist offline E-Mail an katze_edith senden Beiträge von katze_edith suchen Nehmen Sie katze_edith in Ihre Freundesliste auf

Baumstruktur | Brettstruktur

Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Katze-Ediths Homepage » Kärnten » Meine Kärtner Heimat » Kärntner Sagen » Von der Zauberin Barba in Windisch-Bleiberg = KL
    Forensoftware: Burning Board
    entwickelt von WoltLab GmbH
Umbau zum CMS    
by Edel-Rot & Frechdachs by DesignSphere