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Katerchen Schreck « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »

katze_edith katze_edith ist weiblich
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Katerchen Schreck

Katzenmama Susi wohnt mit ihren 4 Katzenkindern in einem Haus mit Garten. Für kleine Kätzchen ein wahres Paradies.
Heute will ich Euch etwas über den kleinen Kater Maxi erzählen.



Maxi war ein kleiner schwarzer Kater. Kaum konnte er seine Äuglein öffnen, da krabbelte er auch schon aus Katzenkinderkörbchen und versuchte noch sehr unbeholfen zuerst das Zimmer und dann Raum für Raum den Rest der Etage neugierig zu erkunden.
Was es da alles zu entdecken gab!
Maxi wollte alles wissen. So probierte er auch alles …
Auf einem kleinen Tischchen lag ein Deckchen mit Fransen. Diese Fransen hatten es ihm angetan. Wie die lustig sich bewegten! â€×Die wollen sicher mit mir spielen!“ dachte sich Maxi und versuchte mit einem Sprung diese zu erwischen.
Klirr! Schepper! Und schon lag die kleine Vase mit den Veilchen auf dem Boden.
â€×Ach, du Schreck!“ rief die Menschenmama.
Ein anderes Mal sah Maxi, wie seine Mama draußen an einem Baum ihre Krallen schärfte. Sogleich wollte er sehen, wie das geht. Hm, Baum war keiner im Zimmer. â€×Ah, ich versuch es hier“, dachte sich Maxi und wetzte seine Krallen an der Wohnzimmercouch.
â€×Ach, du Schreck! Das darfst du doch nicht.“ schimpfte nun Anderle.
Katzenmama Susi kletterte behende die Birke hinauf. â€×Ui, DAS schaut spannend aus und macht sicher Spaß.“ Maxi weiß, im Zimmer gibt es keinen Baum – aber Stores. Gedacht, getan – Maxi tat seine ersten Kletterübungen und unterm Plafond angelangt, begann er zu mauzen. Wie seine Mama wieder hinunterkam, das hatte er nicht gesehen.
In diesem Moment hörte er schon wieder die Menschenmama voll Entsetzen schreien: â€×Ach, du Schreck! Mein Stores!“
Oder, Alexa und Anderle wollten ihre Hausaufgaben machen. Maxi, ganz neugierig, eilt ihnen zur Hilfe. Seine Krallen einsetzend erklomm er so über Rücken und Arme der beiden sein Ziel. Ein Satz (Sprung) – und o weh! Das dumme Glas fiel um und das Wasser lief über die Hefte.
Und was hörte er? â€×Ach, du Schreck! Unsere Hefte! Muuuttiiiiii, Hilfeeeeeee!“
Ob er an den bunten Stiften knabberte oder ober bei anderer Gelegenheit mit den Radiergummis durchs Zimmer fetzte, etwas ging sicher daneben und schon wieder hörte er den inzwischen berühmten Satz.
Wen wundert es, daß Maxi bald â€×Schreck“ für seinen Namen hielt.



Nun war das Wetter schon so frühlingshaft schön und Susi fand, langsam wären die Kleinen für den Garten reif. Freilich, sie mußte sehr auf den Nachbarsdackel Tucky achten. Der jagte ständig hinter allen Katzen her und soll kleinen Kätzchen schon manch Böses angetan haben …
Auf der Terrasse waren sie noch geschützt. Im Garten würde es anders sein …
Kätzchen für Kätzchen trug sie sie, nach Katzenmanier am â€×Krawattl“ packend, von der Terrasse hinunter unter den Fliederbusch. Bei diesem traumhaften Katzenwetter fanden sich bald auch andere Katzenmamas mit ihren Kindern zu einem gemütlichen Plausch ein.

Maxi war es langweilig. Phüüüh – in der Sonne liegen und dösen – nein, das war nichts für ihn. Auf seinen kleinen Tatzen verzog er sich leise.
Nicht nur Maxi war das Bravsein langweilig, sondern auch dem Spatzenbub Piepsi und dem Mäusekind Fips.
So trafen die drei sich im Schatten und Schutz des großen weißen Flieders neben dem Pavillon..
Eigentlich sind die 3 ja â€×Freßfeinde“, doch unsere 3 verstanden sich auf Anhieb prächtig und spielten fröhlich miteinander.
Spatzenmama tschiepte laut auf vor Entsetzen und Mäusemutti war der Ohnmacht nahe.
Beide rieben sich ihre Augen! Ihre atmen Kinder in den Pfoten einer Katze!
Die Kinderchen jedoch bettelten sooo inständig und da auch Maxi keine Anstalten machte, seine Freunde zu fressen, so erlaubten die Mütter denn doch schweren Herzens, daß sie weiterhin miteinander spielen dürfen. Klar, beide hatten alles Augenmerk auf den â€×Feind“ gerichtet. Schließlich war das Katzerl noch jung …

Und so geschah es: sobald Susi mit ihren Kindern im Garten war, setzte sich Maxi der ersten Gelegenheit ab und huschte zu seinen Freunden Piepsi und Fips.
Doch Mütteraugen sind überall – Katz ja nie …



Alsbald entdeckte die alte Tratschkatze Murli diese fröhlichen, jedoch ungewöhnliche Spielgemeinschaft.
Vor Murli und ihrer bösen Zunge war nichts und niemand sicher. Murli war wie die Zeitung für alle Katzen im Dorf und Umkreis. Was die sah, was die meinte zu wissen oder gehört zu haben, wurde sofort wortreich ausgeschmückt und reihum allen gemauzt – wollten sie es hören oder nicht.
â€×Habt’s Ihr schon g‘hört? Der Kater von der eingebildeten Susi spielt mit einem Spatzen und einer Maus! Nein, wie schrecklich! Ja ja, die aaarme Susi! Da muß sie sich schon über ihre Erziehung Gedanken machen! …“
Nun miauten auch alle anderen Katzen: â€×Ach, du Schreck! Wie schrecklich! Die arme Susi!“

Freilich, Susi mißfiel es auch, daß ihr Kind quasi mit â€×seinem Essen“ spielte. Doch sie reagierte wie ALLE Muttis der Welt!
Mag sie als Mutti auch mit manchem nicht einverstanden sein, doch wehe dem, der etwas gegen ihre Kinder verlauten ließ!
Katzenteufelwütend fauchte sie alle andern an. Von wegen Mitleid! Schützend stellte sie sich natürlich vor ihr Kind! Sie vertraute darauf, daß IHR Katerchen sie NIE enttäuschen würde.



Eines Tages geschah es nun.
Tucky, der hinterhältige Dackel war seinem Herrl ausgekommen. Gleich machte er sich auf die Suche nach einer Katze, die er jagen und scheuchen konnte. Er buddelte sich eine kleine Grube unterm Zaun um in den Garten zu kommen, wo er 4 Katzenjunge wußte.

Susi hatte alle Pfoten zu tun um ihre 3 andern Katzenkinder zu beschützen. Maxi und seine Freunde wurden von der Spatzenmama und der Mäusemutti gewarnt. â€×Schnell, versteckt euch. Tucky ist wieder hinter allem her.“ Doch die Freunde wollten beweisen, wie sehr sie zusammenhielten.
Maxi und Piepsi warteten auf einem untern Ast, bis Tucky unter dem Fiederbusch durch wollte. Sofort ließ sich Maxi auf Tuckys Rücken fallen. Er krallte seine kleinen spitzen Krallen ins Hundefell, biß dem Dackel in die flatternden Ohren. Piepsi machte es sich auf dem Dackelkopf bequem und peckte mit seinem Schnabel auf Tucky ein, daß es eine Freude war.
Ohren betäubendes, schmerzvolles Geheule und Gejaule gellte durch die Gärten! Was um Hundeswillen war das denn? Tucky hatte nur noch einen Wunsch: â€×Wie bekomm ich diese Peiniger los?“
Susi war durch Katerchens Attacke in Sicherheit und mit ihr die andern Katzenkinder. Trotzdem ließ sich Katerchen nicht und nicht abschütteln. Er ritt auf Tucky durch den Garten. Fips tauchte auch immer wieder vor dem Dackel auf. Zwei langten ihm, also wich er dem 3. Viecherl lieber aus!
Hei, war das ein Spaß!

Eine ganze Weile ging dieses Katzen-Spatz-Hund-Rodeo!
Durch das Hundegeheul aufgeschreckt lief alles zusammen, was Beine hatte. Alle lachten über das Bild, das sich ihnen bot und Alexa und Anderle feuerten Maxi sogar noch an.
Lediglich Tucky Herrl war entsetzt über das, was da seinem Hund geschah. Doch er wagte es nicht, seinem Hund zu Hilfe zu eilen. Mann kann ja nie wissen.
Endlich gab Susi einen Mauzer von sich. Folgsam ließ das tapfere Katerchen ab und sprang vom Dackelrücken. Auch Piepsi flatterte zu seiner stolzen Mami im Flieder. Ja , selbst die Mäusemutter, sonst eigentlich immer eine übertrieben vorsichtige, stellte sich stolz in Positur.
Diese 3 unglaublichen Kinder haben dem Dackel endlich seine Grenzen gezeigt!

Von Stund an wurde Maxi, der Hundeschreck, wirklich nur noch â€×SCHRECK“ gerufen.
Neidlos gratulierten alle Katzen des Dorfes unserer Susi zu ihrem tapferen Katerchen und sie beneideten sie sogar um dieses Katzenkind.
Niemand mehr sprach davon, wie unkätzisch es ist, wenn ein Kater mit einem Spatzen und einer Maus befreundet ist.



SCHRECK, Susi und seine Geschwisterchen erhielten nach dem Abenteuer und dem ausgestandenen Schreck eine Extraportion Milch und zum Nachtisch Schokopudding mit je einem Tupfen Schlag.
… und das Streicheln und Schmusen! Ganz stolze Mama schleckte Susi ihre Kinder laut schnurrend ab. Schließlich rollten sie sich alle 5 zusammen und schliefen ein.
In dieser Nacht träumten alle im Haus Nr. 82 von SCHRECKs Heldentat!

Murli jedoch hatte in den kommenden Tagen viel zu tun. Sie düste in den kommenden Tagen wie ein â€×geölter Blitz“ von Garten zu Garten und sogar bis in die Nachbarortschaft, um allen dieses Geschehen zu erzählen.

Einzig Tucky ward nie wieder im Garten zu sehen. Ja, er verschwand sofort, sobald er nur den Schatten einer Katze sah! Selbst vor Mäusen und Vögel suchte er Schutz.



E.E.A.@1984
13.08.2016 10:26 katze_edith ist offline E-Mail an katze_edith senden Beiträge von katze_edith suchen Nehmen Sie katze_edith in Ihre Freundesliste auf

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