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Martl und Julchen « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »

katze_edith katze_edith ist weiblich
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Martl und Julchen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springenZum Ende der Seite springen


Vor vielen hundert Jahren, als die Menschen noch an Zauberer und Hexen glaubten, ja zuweilen sogar noch mit solchen in Berührung kamen, lebte einst ein Ehepaar. Sie waren sehr reiche Bauersleute und eigentlich glücklich. Eines jedoch trübte ihr Glück - in den vielen Jahren, in denen sie verheiratet waren, war ihnen ihr größter Wunsch, ein Kind, verwehrt geblieben.
Wenn sie dann so am Abend nach getaner Arbeit auf der Bank vor ihrem Haus saßen, so drückte sie der Kummer - und wenn dann noch Kinder lachend an ihnen vorbei tollten, dann war ihr Seelenleid noch größer. Dann seufzten sie und sahen sich traurig an

Eines Abends saßen sie wieder so da. Da rauschte es plötzlich über ihren Köpfen. Ein riesengroßer Vogel war herangeflogen. Er schnappte sich den Bauern und noch ehe sich dieser versah, von seinem Schreck erholte, flogen sie bereits über riesige Wälder und zuletzt noch über ein riesengroßes Wasser. Dieses schien dem Bauern schier endlos. Zuletzt ging es erneut über einen einsamen Wald. Dort, mittendrin, setzte der Vogel sein Opfer ab.
"Wenn du etwas tust, dann kannst du dir eine Hütte bauen. Alles dafür findest du." sagte der Vogel.
"Aber ich will nicht hier bleiben. Bitte bring mich wieder zu meiner Frau zurück!" verlangte der Mann.
"Nein! Du bleibst eine Weile hier! Es wird dir nichts geschehen und ich bringe auch alle Tage was zu essen." Der Vogel sagte das in einem so bestimmten Ton, daß der Mann kein Widerwort zu sagen wagte.

Da der Bauer sich nicht zu helfen wußte, baute er sich also eine kleine Hütte. Der Vogel brachte ihm alle Tage Essen. Freilich, mit der Zeit suchte der Gefangene einen Ausweg. Doch welchen Weg er einschlug um aus dem Wald hinauszukommen, er kam immer nur bis an den See. Der war so riesig, daß er kein Ufer ausmachen konnte. Die Sehnsucht und das Heimweh wurden alleweil größer. Langsam verlor er das Zeitgefühl und bald wußte er nimmer, wie lange es her war, daß er zuletzt mit seiner geliebten Frau vor dem Hausgesessen hatte.
Irgendwann, der Mann hatte alle Hoffnung aufgegeben, fragte ihn der Vogel: "Na, wie is es? Möchtest du nicht gerne nach Hause?"
Plötzlich kam Leben in den Bauern: "Nichts wäre mir lieber als das. Bringst du mich jetzt endlich heim?"
"Das muß ich noch bedenken." meinte das Federvieh geheimnisvoll und schon war er wieder weg.
Nach diesen Worten keimte erneut der Glaube an die Heimkehr auf.
Und tatsächlich - nach einigen Tagen sagte der Vogel: "Ich tät dich schon nach Hause tragen, wenn du mir dafür was versprichst."
"Alles, was du willst!" versprach der Bauer, "Nur bitte bring mich wieder zurück zu meiner Frau, in meinen Garten."
"Ich möchte, daß du mir das versprichst, von dem du nichts weißt! Das ist die Bedingung!" bei diesen Worten sah ihn der Vogel sehr bestimmt an.
Der Mann überlegte: >Etwas versprechen, wovon ich nichts weiß? ... Hm ... Ich wüßte nicht, was das sein sollte ... Wird schon nichts Besonderes sein ...<
"Na, was ist?" wurde der Vogel ungeduldig
"Ist in Ordnung. Du solst das bekommen, wovon ich keine Ahnung habe."
Da nahm ihn der Vogel wieder auf seinen Rücken und flog mit dem Mann den weiten Weg übers große Wasser und die schier endlosen Wälder zurück ins Dorf des Bauern. Weil der so aufgeregt war, rutschte er auf dem Vogelrücken hin und her und einige Male wäre er beinahe herunter gefallen. Jetzt - Gott Lob - landete der Riesenvogel direkt vor dem Haus des Bauern.
Noch bevor er abhob erinnerte er den Mann: "Denk dran, du hast mir was versprochen! In einer Woche werde ich kommen um mir das zu holen!"
In seiner großen Freude wieder daheim zu sein, gingen die Worte fast an seinem Ohr vorbei. Er rief seine Frau. Als diese aus der Tür trat, fiel sie ihm voll Freude um den Hals und sie herzten und küßten sich und vergaßen fast alles um sie herum. Erst nach einer Weile gewahrte die Frau das zaghafte Zupfen an ihrem Rock: "Mama, wer ist das?"
"Das ist dein Vater, Bub." war die Antwort.
Nun erblickte auch der Mann zum ersten Mal sein Kind.
"Lieber Mann, kaum warst du weg, da erfuhr ich, daß uns endlich ein Kindlein geschenkt werden würde." erklärte die Frau
"Ich werde bald sieben!" was die bestimmte Antwort des Buben. "Heißen tu ich Martin, aber Mama sagt immer Martl zu mir!"
"So so. Martl heißt du." der Vater schaute sein Kind lachend an, "Ja, das paßt zu dir."

Alle drei verlebten die nächsten Tage voller Glück und Freude. Der Mann dachte so gar nicht an sein Versprechen. Doch kaum waren sieben Tage um, da erschien unter Rauschen der große Vogel wieder. Wie erschrak der Bauer! Erst jetzt erinnerte er sich an die Bedingung seiner Befreiung! Rasch packte er das geliebte Kind und versteckte ihn. Doch der Vogel war nicht dumm. Er durchschaute den Versuch und fand alsbald das Kind. Bevor noch einer das verhindern konnte, war der Vogel samt Martl in den Lüften und entschwand den Augen der Eltern. Was half alles Weinen, Klagen und Rufen - ihr Kind war fort! Jetzt erst war dem Bauern klar, was der Vogel damit gemeint hatte: >Ich will das, wovon du nichts weißt.< Nun war die Trauer groß und sie beteten inbrünsig um die Wiederkehr ihres Kindes.

Wie aber ging es mit Martl weiter?
Nun, wie Ihr Euch vielleicht schon gedacht habt, war der große Vogel in Wahrheit ein Zauberer. Der lebte mit seiner Frau, einer richtig bösen Hexe und seinem Mädchen im dunklen Wald. Das Mädchen hieß eigentlich Juliane, doch ward sie Julchen gerufen. Sie war im Alter des Buben und sehnte sich so sehr nach einem Spielgefährten.
Wie wohl fast alle Papas, so wollte auch der Zauberer sein Mädelchen glücklich machen. Die beiden Kinder vertrugen sich auf Anhieb. Kaum eine Sekunde hielten sie eine Trennung aus. Sie aßen und spielten zusammen, ja, sie schliefen sogar im gleichen Bett. Doch auch wenn sie sich so lieb hatten, so überkam den Buben doch immer wieder das Heimweh nach daheim, nach seinen Eltern. Nach Jahren, die Kinder waren schon keine Kinder mehr, da bekannte Martl seinem Julchen sein Leid. Von nun an sann das Mädchen darüber, wie sie ihrem Martl helfen könne.

Wieder beobachtete sie, wie er kummervoll in seinem Versteck weinte. Da fragte sie ihn: "Sag, was meinst du? wollen wir fliehen?"
"Ach, das wäre zu schön! Doch bedenke, es wird wohl kaum gelingen." gab Martl zur Antwort.
"Ja," sagte Julchen, "ich weiß, daß es schwer sein wird. Doch mich dauert dein Kummer nach deinem Zuhause und nach deinen Eltern. Vielleicht gelingt uns ja die Flucht. Ich will nachdenken, was zu tun ist."
Dem Martl schlug das Herz voll Vorfreude bis zum Hals.
Als es wieder einmal Abend wurde, sagte das Mädchen zum Burschen: "Heute Nacht werden wir es wagen. Mach dir keine allzu großen Sorgen, weil etwas Zaubern kann ich auch. Das hab ich meinen Eltern abgeschaut!"
Dann spuckte sie dreimal auf die beiden Kopfpölster und murmelte irgendwelche Zauberwarte. Rasch schlichen sie durchs Fenster und liefen so schnell sie nur konnten in den Wald.
Bald kam die Zauberin wie alle Abende und klopfte an der Kammertür. " Martl, schlafst du schon?" "Ja." sagte das Speicheltröpfchen. "Jule, schlafst du schon?" fragte sie nun auch ihr Mädchen. "Ja." sagte auch die Spucke von Julchens Polster. So ging es dreimal und alleweil war es die Spucke, die der Zauberin antwortete. So meinte die Zauberin, daß ihre Kinder schon am Einschlafen seien und ging selber zu Bett.

Die Jugendlichen waren die ganze Nacht tüchtig marschiert. Unermüdlich beeilten sie sich weit weg von den Zauberer-Eltern zu kommen. Da beschlich den Burschen ein eigenartiges Gefühl. Er drehte sich um und sagte zum Mädchen: "Jessas na! Es kommt ein Unwetter auf. Schau nur diese dunkle Wolke! Schaut ja böse aus!"
"O, o! Das ist keine Wolke, das ist mein Vater!" deutete Julchen die Wolke, "Keine Angst, ich weiß Hilfe. Ich werde zu einem Busch mit vielen Dornen und du wirst ein Stieglitz, der drin herum hüpft und singt."
Kaum ausgesprochen, da war es auch so. Keine Sekunde zu früh, denn der Zauberer landete direkt vor dem Busch. "Wo, zum Kuckuck, sind die Fratzen nur hin?" grantelte der Zauberer. Zu allem Überfluß stach er sich noch an den Dornen und nun fauchte er den Stieglitz wütend an: "Halt deinen Schnabel! Blödes Federvieh!" Weil er aber nirgends auch nur die kleinste Spur der Geflüchteten ausmachen konnte, machte er sich schimpfend und fluchend auf den Heim weg. Sein Grant wuchs noch mehr, je näher er seinem Zuhause kam.

Als seine Frau ihn ohne die Kinder ankommen sah, war sie recht ungehalten und keifte: "Wo sind sie?"
"Keine Ahnung, Weib." war seine mürrische Antwort.
"Was heißt 'keine Ahnung?' Du wirst doch etwas gesehen haben!" sie redete sich in Rage.
"Mei, nichts hab ich gesehn. Einzeig an einem Dornbusch hab ich mir weh getan und so ein blöder Vogel hüpfte drin rum und pfiff umadum." dabei zeigte er seiner Frau seine Verletzung. Wenn er gehofft hatte, sie werde ihn deswegen bedauern, so irrte er sich gewalting, Im Gegenteil!
"Echt wahr, Mann! Du bist ein rechter Esel! Was denkst du wohl, wer der Dornbusch und der Vogel war? Unsere Kinder, die du zurückbringen solltest!" Die Keiferei hörte wollte nicht enden. Damit endlich eine Ruhe ist, machte sich der Zauberer wiederum auf den Weg ...

Und unsere beiden waren noch immer unterwegs. Freilich taten ihnen schon die Füße weh und Martl hatte sich sogar eine Blase gelaufen, doch sie liefen und liefen immerzu weiter. Wie schon vorhin, so überkam auf dieses Mal den Burschen ein eigenartiges Gefühl und da erblickte er, als er sich umdrehte, wieder eine arg böse Wolke. Das Julchen schaute und erkannte erneut ihren Vater.
"Rasch, Martl, ich werd gleich eine Mühle und du der Müllersbursche, der fleißig das Korn zu Mehl mahlt!" Sekunden später war dem auch so. Bald sank die Wolke zu Boden und verwandelte sich in den Zauberer. Eine Zeit lang suchte er. Dann fragte er den Müllersburschen: "Sag, hast du ein Pärchen vorbei kommen sehen?" Der Bursche schüttelte bloß den Kopf und machte mit seiner Arbeit weiter, wie zuvor. "Das gibt's doch nicht!" polterte der Zauberer. Doch egal - was er auch tat und wo er auch suchte, er konnte von den beiden einfach keine Spur entdecken! Grummelnd machte er sich unverrichteter Dinge auf den Heimweg. In seinen Gedanken hörte er schon seine Frau toben und das machte ihn noch wütender!

"Na, hast wohl wieder nichts gesehen?" fuhr sie ihn mit zornig funkelnden Augen an.
"Nein, die waren plötzlich wie weggezaubert! Auch der Müllersbursche wußte nichts über deren Verbleib." murrte der Zauberer.
"Freilich wußte der nichts! Das war ja auch der Bub und sie war bestimmt der Mühle. Ich sag ja, du bist saudumm! ... Was hab ich nur für einen Dummkopf zum Mann ..." giftete sie ihn böse an. "Ich werd wohl wie immer alles selber machen müssen. Mir entkommen die beiden nicht!" Und schon war sie aus der Tür und düste als riesige feurige Gewitterwolke in die Richtung, aus der vorhin ihr Mann gekommen war.

Der Bursch und das Mädchen waren nun schon die 3. Nacht unterwegs und noch immer hatten sie eine weite Strecke vor sich. An ausruhen war nicht zu denken. Nach den letzten Erlebnissen schaute sich nun der junge Mann immer wieder sorgenvoll um. Wie er befürchtet hatte, waren sie nicht in Sicherheit. Und als auch Jule sich umschaute, erkannte sie in dem feurigen Wolkengebilde ihre Mutter.
"Jetzt heißt es schnell sein. Ich werde zu einem Teich und du zu einer Ente. Duschwimmst mitten im Teich. Und jetzt paß gut auf! Sie wird dich fangen wollen und dazu muß sie ins Wasser. Sie wird ihre Kleider ausziehen und am Ufer hinlegen. Auch die Zauberhaube, denn die darf nicht naß werden! Wenn sie dann fast bei dir in der Mitte des Teiches ist, schwimm so schnell du kannst ans Ufer und setz dir ihre Zauberhaube auf. Sobald du die Haube auf hast, kann sie dir nichts mehr tun."

So taten sie auch. Aus Jule ward ein tiefer Teich und aus Martl eine Ente geworden. Als nun die Mutter Julchens ankam, rief sie: "Mich könnt ihr beiden nicht täuschen! Ich weiß genau wer ihr seid!"
Flink zog sie die Kleider aus und legte die Zauberhaube ab. Dann watete sie zunächst eine Weile und schließlich versuchte sie mit Schwimmbewegungen zur Ente zu kommen. Doch die lockte sie schnatternd immer tiefer. Plötzlich kehrte sie eiligst um und schwamm hurtig zum Ufer und versuchte gleich unter die Haube zu schlüpfen. Es sah ja wirklich lustig aus - eine Ente mit einer Haube auf dem Kopf!
Die Zauberin platzte fast vor Wut und Zorn, doch es änderte nichts. Sie hatte nun, da die Ente ihre Zauberhaube auf hatte, die Zauberkräfte über die beiden jungen Leute verloren. Was half ihr da alles Greinen, Fluchen, Zetern? Genau nichts! Ihre Stimme versagte schon, da blieb ihr nichts anderes übrig als unverrichteter Dinge nach Hause zu gehen. Wütend stapfte sie davon.
"Jetzt haben wir Ruhe. Von meinen Eltern haben wir nichts Böses mehr zu befürchten." sagte Jule. Das beruhigte auch Martl und nun konnten sie sich etwas ausrasten.
Nach Tagen gelangten sie endlich zu einer menschlichen Behausung. Dort fragten sie die Leute, wo das Dorf von Martls Eltern sei. Nun war es nimmer schwer. Bald erreichten sie den Dorfrand. Da setzten sie sich unter eine große Linde.
"Ob mich wohl meine Eltern erkennen werden?" sinnierte Martl.
"Bestimmt, Martl. Aber ich werd besser da bleiben und auf dich warten.
"Gut, wenn du das so willst ... aber ich komme dich gleich nach der Begrüßung holen!" versprach Martin.
"Ich werd mich einstweilen in eine Buschenschank verwandeln und auf dich warten. Aber eines versprich mir: 'Laß dich nicht abküssen!' Weil wenn dich wer küßt, dann vergißt du mich." warnte Juliane.

Wirklich - im nächsten Augenblick stand anstelle Julchens eine Buschenschank. Was es da alles an feinen Leckerbissen gab! und allerlei Getränke! Martl aß und trank und dann lenkte Martin seine Schritte eiligst dem Elternhaus zu. Die Eltern waren in den vergangenen Jahren alt geworden. Doch die Wiedersehensfreude ließ sie allen Kummer vergessen. Besonders die Mutter stürzte auf ihren Martl zu und umarmte und herzte und küßte ihn, daß ihm fast die Luft wegblieb. Die Freude des Vaters war nicht minder.
"Wie gut, daß du endlich wieder daheim bist. Wir sind schon alt und es wird an der Zeit, daß du den Hof und alles übernimmst." sagten die Eltern.
Dann gab es ein Festmahl und auch die Nachbarn kamen um mitzufeiern. Geschwind kamen auch junge Leute mit ihren Instrumenten. Sie spielten auf und es war ein rechter Spaß bis in die frühen Morgenstunden. Doch Martin hatte ob der vielen Abküsserei in der Tat vergessen, daß Jule vor dem Dorf auf ihn wartete.

Irgendwann erwähnten die Eltern: "Martl, wie wäre es mit dem Heiraten? Im Nachbardorf wüßten wir ein hübsches Mädchen, das paßt bestimmt gut zu dir." Dann spannten sie einen Wagen an und schickten ihn auf die Hochzeiterreise. Jedoch noch bevor er den Wagen bestieg, hörte er wie eine Mutter auf dem Schoß wiegend sang: "Heidschi Bumbeitschei , pfui, pfui! der Martl hat aufs Julchen vergessen! Heidschi Bumbeitschei , pfui, pfui! der Martl hat aufs Julchen vergessen!" Martin schaute leicht irritiert auf die Frau und schüttelte leicht den Kopf. Irgendwas war da ... nur was?
Als er so die Dorfstraße entlang fuhr, schien es, daß einen alten Mann mürmeln hören würde: " Heidschi Bumbeitschei , pfui, pfui! der Martl hat aufs Julchen vergessen! Heidschi Bumbeitschei , pfui, pfui! der Martl hat aufs Julchen vergessen!"
Martl kam das eigenartig vor. Was soll dieses Singsag wohl bedeuten?
Auch im Wagen kam ihm vor, als würden die Räder stets die gleichen Worte rattern: " Heidschi Bumbeitschei , pfui, pfui! der Martl hat aufs Julchen vergessen! Heidschi Bumbeitschei , pfui, pfui! der Martl hat aufs Julchen vergessen!"
Als sie am Dorfrand ankamen, da fiel es ihm endlich wieder ein! Er saß die Buschenschank und wußte momentan was alles geschehen war und lief darauf zu. Mit ausgebreiteten Armen stürmte er auf sie zu, die sich im Nu in das wunderschöne Julchen verwandelte.
Glücklich vereint busselten sich die beiden ab. Martin führte seine Juliane heim und die Eltern waren sehr stolz, welch schöne Braut ihr Sohn ihnen ins Haus brachte.
Was das eine große Hochzeit! Das ganze Dorf kam zusammen und feierte und tanzte mit. Martl und Julchen lebten in Glück und Frieden bis ans Ende ihrer Tage.
Aber wer weiß ... Vielleicht leben sie noch heute. Denn wer die Tochter von Zauberern ist ...






17/10/2016
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