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Geschrieben von katze_edith am 13.08.2016 um 08:44:

  „Ein Brauch, der nicht gelebt wird, ist kein Brauch“



„Ein Brauch, der nicht gelebt wird, ist kein Brauch“..





Beginnt bereits damit, daß jede Familie ihre eigenen Bräuche, Riten und Sitten hat.
Da geht’s manchmal schon ans „Eingemachte“, wenn ein Liebespaar nach der Eheschließung für Ihre Familie festlegen sollen, welcher Brauch aus der Stammfamilie übernommen wird. Gleicher Ort + Umgebung – da wird dies keine großen Unterschiede machen. Doch schon im andern Tal kann einiges anders sein.
Wie wichtig ist es dann, wenn Menschen aus anderen Ländern, anderem Stand, usw. aufeinander treffen und sich deren schon unterschiedlichen Bräuchen mit denen ihrer neuen Heimat mischen.
Letzteres durfte ich erleben.
(Ich durfte auch erleben, wie Menschen aus der Umgebung diese „fremden“ Bräuche nett fanden und sie klein übernahmen.)

Als stolze Kärntnerin liegt mir das Bewahren des ursprünglichen Brauchtums sehr am Herzen.
Brauchtum soll in der ursprünglichen Form und zu den richtigen Zeiten gelebt werden!

Folgende 2 Gedanken drängen sich mir dabei auf:

Für mich ist es schrecklich traurig, wenn in manchen Ländern Bräuche dem Tourismus untergeordnet werden, nur um Geld in die Kassen zu bringen …
Traurig deshalb, weil ein paar Manager, mit dem Deckmäntelchen Globalisierung UNSER Leben und unsere Lebensqualität SO verscherbeln wollen.
Wollen WIR, das Volk, das wirklich?

Gleichzeitig will ich zeigen, wie sich „Zuagraßte Auslända aus gånz åndare Lända“ so sehr in der neuen Heimat einfügen, daß sie als „ECHTE“ Einheimische nicht nur durchgehen (von denen, die über die Herkunft nichts wissen, unbestritten „Hiesige“ sind), und trotzdem NICHT auf ihre Wurzeln und ihre Bräuche verzichten müssen.

In Zeiten wie diesen, da es immer wieder Diskussionen über Flüchtlinge, Zuzöglinge und ihre Integrierung gibt, eine Idee, daß es geht.
Freilich meine Eltern waren aktiv, suchten und fanden Freunde, waren bei Festen dabei, halfen, wenn sie gebraucht wurden, übernahmen die Sprache, …

Es gab damals wie heute Typen, die Flüchtlinge als Untermenschen bezeichneten. Doch denen wurde alsbald der Wind aus den Segeln genommen und Aussagen von früher berührten sie derart ungut, daß sogar bestritten wurde, sie jemals gemacht zu haben!


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